Udo Nöger – Malerei des Lichts
Für mich ist es sehr wichtig, dass ich nicht vor einer Leinwand sitze und sie mit Formen fülle; ich bin mehr an den unendlichen Möglichkeiten dessen interessiert, was sich unter der Leinwand befindet.
Udo Nöger zählt zu den bedeutendsten Positionen der zeitgenössischen Kunst. Seine Werke wirken wie leuchtende, atmende Räume: reduziert, präzise und voller stiller Intensität. Durch eine einzigartige mehrlagige Bildstruktur gelingt es ihm, Licht nicht abzubilden, sondern als eigenständiges Material sichtbar werden zu lassen.
Udo Nöger arbeitet in der Tradition des Minimalismus und reduziert alles, was er tut „auf einen Punkt, an dem es nicht mehr und nicht weniger gibt“ – eine Aussage, die das Gleichgewicht seiner reduzierten Ästhetik präzise beschreibt. Sein Hauptinteresse, neben dem Streben nach der Reduktion visueller Information, gilt jedoch dem Licht.
Die ca. acht Zentimeter tiefen monochromen Tafelbilder, zusammengesetzt aus Holz, Tuch, Leinwand, Flüssigkeiten und unbunter Farbe, scheinen auf geheimnisvolle Weise aus sich selbst heraus zu leuchten. Die Lichtquelle wirkt, als läge sie hinter dem Motiv und forme eine Art Silhouette.
Je nach Lichteinfall und Standpunkt verändern sich seine Werke auf magische Weise. Um diesen Effekt zu erzeugen, bestehen die Gemälde aus mehreren Schichten von Leinwänden und hauchdünnen Baumwolltüchern, die mit präzisem Abstand in einen Rahmen gespannt sind. Die innere Leinwand, aus der Nöger vereinfachte biomorphe Formen ausschneidet, fungiert als eigentliche Bildebene.
Nachdem die innere Komposition abgeschlossen ist, behandelt er die äußere Oberfläche mit Mineralöl sowie Grau-, Silber- und Weißtönen, um Transparenzen und Opazitäten exakt zu steuern. Durch diese einzigartige Methode schafft Udo Nöger leuchtende monochrome Gemälde, die Bewegung und Energie in äußerst minimalistischen Kompositionen bündeln – mit dem Ziel, das reinste mögliche Licht sichtbar zu machen.
Ausstellungen (Auswahl 2010–2024, kuratiert)
| 2024 |
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| 2023 |
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Weitere wichtige Ausstellungen 2010–2018
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| 2017 |
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| 2016 |
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| 2015 |
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| 2014 |
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| 2013 |
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| 2012 |
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| 2011 |
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| 2010 |
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Sammlungen (Auswahl)
Museen & Institutionen
Metropolitan Museum of Art, New York
Art Institute of Chicago
Museum of Art Miami
Bass Museum, Miami
Museum of Contemporary Art Denver
Haus der Kunst, München
Martin-Gropius-Bau, Berlin
Kunsthalle Bielefeld
Private & Corporate Collections
Margulies Collection, Miami
Sammlung Deutsche Bank
UBS
Microsoft (Chicago & San Francisco)
Ritz Carlton Hotels
Wynn Las Vegas
Red Rock Hotel, Las Vegas
Peter Thiel
Elton John
Bruce Springsteen
Sylvester Stallone
Halle Berry
Udo Lindenberg
Messen (Auswahl)
- Art Basel & Art Basel | Miami Beach
- Armory Show New York
- Arco Madrid Art Dubai
- Art Cologne
- Art Brussels Pulse Miami / Pulse London
- Shanghai Contemporary
- Vienna Art Fair
| 1961 | geboren in Enger, Westfalen |
| 1980–1983 | Studium der Malerei, Fachhochschule Bielefeld |
| 1984–1985 | Reisen durch die Karibik und den Pazifik |
| 1990 | erste USA-Aufenthalte; Studios in Denver und Paderborn |
| Seit 1993 | Ateliers in Deutschland und den USA |
| Seit 2014 | lebt und arbeitet in Südkalifornien und Florida |











































